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Platz frei! Public Art in der Coronakrise

‚Corona Times Square‘ ist der Arbeitstitel unseres neuen Projektvorschlags für öffentliche Plätze in Deutschland. Die Lockerungen mit einer neuen Distanz-Disziplin zusammenzubringen, das könnte ein Weg in die neue Normalität sein. Veranstaltungen vom Konzert bis zur Demonstration müssen Schritt für Schritt wieder möglich werden. Öffentlichen Plätze sind das Herzstück der Demokratie. Wir haben dafür ein temporäres ‚Social Design‘ entworfen. Wir haben uns einen neuen Veranstaltungstypus ausgedacht, der Begegnungen und Debatten, Bekenntnisse und Warnungen, Kritik und Applaus befördert und die Selbstvergewisserung der Gesellschaft in aufgewühlten Zeiten erlaubt. Hier der Projektvorschlag als Download. CTS_Konzept_Layout

Raumkünsterlisches Konzept

Auf den Roncalliplatz (stellvertretend für andere zentrale öffentliche Räume in Deutschland) werden Passkreuze auf den Boden aufgebracht. Sie lassen sich als Pluszeichen oder Kreuze lesen, sind unterschiedlich farbig gestaltet, sind monochrom oder vielfarbig (Regenbogen), enthalten Schriftzüge oder sogar Bildmotive.

Diese Zeichen sind im Mindestabstand (Physical Distancing) angebracht und markieren Standpunkte, an denen Besucher der Plätze sich regelkonform aufhalten können. Bei Demonstrationen haben Demonstrierende wie das Ordnungsamt objektive Anhaltspunkte für regelkonformes Verhalten in den Stadträumen.

Andererseits können die Zeichen genutzt werden, um kulturelle Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen wieder zu ermöglichen. Sie geben die Positionen an, von denen aus man an der Veranstaltung teilnehmen kann.

Diese Bodengestaltung lässt sich für viele öffentliche Plätze adaptieren. Im Alltag sind sie Szenographien eines Memento Mori der Krise. Sie erinnern an die neuen Regeln, halten das Thema Gesundheitssicherheit präsent und haben sichtbar temporären Charakter.